Kontaktseite Katrin






    NAME: Katrin Ruscher

    GEBOREN: 1991

    BERUF: Studentin

    HOBBYS: Lesen, Musik, Fremdsprachen

    WOHNORT: Rottenburg am Neckar (Ba-Wü)

Im Zuge einer Vorsorgeuntersuchung beim Neurologen wurde zufällig eine Skoliose bei mir festgestellt. Zu diesem Zeitpunkt war ich 10 Jahre alt.
Daraufhin sind wir zu einem Orthopäden gegangen, der auf die Behandlung von Skoliose spezialisiert ist. Er hat die Diagnose bestätigt und mir aufgrund der geringen Krümmung (9° nach Cobb) Krankengymnastik verordnet.

Der zwischenzeitliche Aufenthalt in Bad Salzungen im Dez. 2003, bei dem ich auch die Gymnastik nach Katharina Schroth kennen lernte, hat mir geholfen, weil ich andere Jugendliche traf, die ebenfalls von Skoliose betroffen waren und noch immer sind.
So begann also meine Zeit als "Korsettträgerin"... Zu Beginn war es eine große Umstellung, vor allem die eingeschränkte Bewegungsfreiheit machte mir zu schaffen. Doch mit der Zeit wurde das Korsett fast wie eine zweite Haut, in der ich mich zunehmend wohl fühlte.

Mittlerweile habe ich mein drittes Korsett und die aktuellen Röntgenaufnahmen ohne Korsett haben eine fast gerade Wirbelsäule gezeigt.
Was mir bisher geholfen hat und immer noch hilft, ist die tolerante Haltung, die mir in meinem Freundes- und Bekanntenkreis entgegengebracht wird.

Mein Rat an euch:

Ich weiß, dass es nicht gerade angenehm ist, ein Korsett zu tragen und ich kenne auch einige "Leidensgenossen", die Angst haben, über dieses Thema zu sprechen, weil sie sich davor fürchten, negative Reaktionen von ihren Bekannten/Klassenkameraden usw. zu bekommen.
Ich habe jedoch die Erfahrung gemacht, dass es besser ist, offen darüber zu reden, da die meisten Menschen, die weder Skoliose noch ein Korsett kennen, sich davor scheuen, Betroffene danach zu fragen und es somit leicht zu zu unangenehmen Situationen kommt. Ich habe in der Schule einen Vortrag über Skoliose gehalten.

Deshalb versteckt euch nicht mit eurer Skoliose und dem Korsett, sondern macht den Leuten klar, dass ihr immer noch dieselbe Person seid, die sie ohne Korsett kennen gelernt haben.
Ich kann mir vorstellen, dass es vielen von euch, die das hier lesen, schwer fällt meinen Vorschlag anzunehmen, aber ich würde es euch nicht raten, wenn ich nicht voll und ganz davon überzeugt wäre.

Auch wenn nicht alle positiv auf eure Offenheit reagieren (mir geht es da nicht anders), müsst ihr euch immer vor Augen führen, dass ihr das alles für eure Gesundheit tut und dass es immer Menschen geben wird, die zu euch halten.